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Ausbildungsvideos, die die Jugendlichen wirklich sehen wollen

Berlin – 4. Deutsches Ausbildungsforum, zweiter Tag: Nachdem Martin Gaedt – Ideenfitness-Pusher – die Bühne mit tosenden Applaus verlassen hatte, weil er uns aufzeigte, dass man nur mit Aufmerksamkeit die Zielgruppe erreicht, kam die Zielgruppe persönlich auf die Bühne. Was uns die Schülerinnen und Schüler offenbarten dürfte nicht jedem Personaler gefallen: Hochproduzierte Azubi-Videos mit Freizeitaktivtäten, ausgelassen fröhlicher Stimmung, best-friends-Azubis in der Stadt auf dem Skateboard und  Dauergrinsen will niemand sehen.

„Damit erreichen Sie bestimmt die Zielgruppe. Hipp, locker, gute Musik und es sind junge Menschen. Die wollen Spaß haben. Die kommen von der Schule und der neuen Generation Z ist Freizeit mit Freunden besonders wichtig“, dürfte die Werbeagentur gesagt haben, als sie den „Werbeclip“ ihrem Kunden vorstellte.

Vielleicht sollte man dazu aber vorher die Zielgruppe befragen. Die ist ganz anderer Meinung:

 

Authentisch, ehrlich, offen – ein Azubi* steht im Mittelpunkt und erzählt von seiner Ausbildung. Das kommt an!
 

„Wir möchten wissen, was uns in der Ausbildung erwartet. Wie werden wir im Betrieb aufgenommen? Wie sieht unser Arbeitsplatz aus?“

Eigentlich logisch, oder? So ein Einblick möchten wir doch auch geben?! Oder haben wir etwas zu verbergen, dass wir einen Fun-Pop-Clip vorschieben müssen? Die Deutsche Bahn hat es vorgemacht, der Clip bekam alle Daumen hoch von den Schülerinnen und Schülern aus dem Bewerberforum.

Einfach mal zeigen, was man macht - genau das kommt an:

Fun-Pop-Clip: Nein
Authentischer Clip zum Ausbildungsberuf: Ja

Bleibt nur Frage, wie die „Grenzgänger-Clips“ à la  Glaserei Sterz ankommen.

Es ist Geschmackssache, konnte man sich eigentlich bereits denken. Wenn wir uns darüber streiten, ist es bei dem Jugenlichen nicht anders.
Aufmerksamkeit: Ja
Bewerbungen : Vielleicht

Wenn man selbst einen Clip produziert, kann man es aber auch gut machen, wenn ein paar Dinge beachtet werden:

  • – Der Azubi / Lehrling erzählt von seiner Ausbildung
  • – Authentizität
  • – Positive Emotionen
  • – Man sieht etwas vom Arbeitsplatz


Dann benötigt man nur noch die richtige Idee für etwas Aufmerksamtkeit.