Influencer-Marketing im Recruiting um Lehrstellen

Verschiedene Lehrbetriebe und Portale bedienen sich neuerdings dem Influencer Marketing. Das Thema, groß geworden im Bereich der Produktwerbung hält nun auch Einzug im Recruiting. Ob der Trend sich durchsetzt, bleibt abzuwarten.

Praxisbeispiele aus der Schweiz und aus Deutschland zeigen, wie eine Umsetzung funktionieren kann.

Wir wissen schon längst, dass wir uns als Recruiter dort bewegen müssen, wo die Jugendlichen heute zu Hause sind. Snapchat, Whatsapp, Instagram und weitere Kanäle werden gepusht, um die Jugendlichen zu begeistern. Eine weitere Möglichkeit, die Nachwuchstalente zu erreichen, ist der Einsatz von Social Influencern.

Über Nacht wurde er zum Youtube-Star. Der Schweizer Rash Junior ist ein Instagrammer mit 82.000 Followern und damit einer der populärsten Schweizer Internet-Stars. Die Firma Login ist einer der grössten Bildungsanbieter von Verkehrsberufen in der Schweiz und als Bildungspartner der SBB, BLs und weiteren Verkehrsbetrieben tätig. Im letzten Herbst taten die beiden sich zusammen und Rash Junior testete verschiedene Lehrberufe bei Login, so beispielsweise die Tätigkeit als Informatiker und Logistiker. Er berichtete in unterhaltsam aufbereiteten Videos von seinen gemachten Erfahrungen.

Auch die deutsche Lehrstellen-App-Lösung von meinestadt.de sprang Ende 2016 auf den Zug auf: Die Influencer-Kampagne von meinestadt.de für die Azubi-App erreichte nach eigenen Angaben über 2,5 Millionen Jugendliche und brachte TalentHero über 70.000 neue Nutzer. Die Aktion beweist: Wer den richtigen Kanal wählt, erreicht junge Bewerber – und kann sie auch für seine Ausbildungsplätze gewinnen. Für die TalentHero-Kampagne setzte meinestadt.de auf Youtube-Stars, die Jugendliche gezielt mit Themen rund um Berufswahl, Bewerbung und Zukunftsplanung ansprachen.

Einer der YouTube-Stars ist Aaron Troschke, bekannt aus TV-Formaten wie „Wer wird Millionär“ und „Promi Big Brother“. Das Video zeigt ganz klar: Hier wird geworben! Jedoch scheint es die Jugendlichen nicht abzuschrecken. Im Gegenteil: Sie nehmen die YouTube-Stars als Berater wahr und folgen den Tipps. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend weiter fortsetzt.

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