Lernende/Azubis als Snapchat Botschafter bei Coop, Rewe, BILLA, Edeka Südwest

Snapchat ist wohl die aktuell aufsteigende Messenger-App der jungen Zielgruppe. 13% der 14-27 Jährige nutzten die App 2014, heute sind es mehr als 46% (lt. Statistia). Bei einigen Unternehmen ist Snapchat seit vielen Monaten auch im Recruiting angekommen.

Vor allem Handelsketten wie Coop, REWE, BILLA und Edeka stechen hier besonders hervor und haben den Kanal für sich entdeckt. Aber auch mittelständische Unternehmen sind bereits am Start.

Bei McDonald’s ist besonders Australien in die Medien geraten und nach diesem medialen Erfolg zog man in den USA nach. Selbstverständlich hat dieses Kind auch einen Namen: Snaplications.
In Österreich setzt man bei McDonald’s jedoch auf hokify, ein mobile Kurzbewerbungsapp mit 5 Fragen, die über Facebook, Instagram und Snapchat beworben wird. Talentcube geht hier einen Schritt weiter: 3 Fragen per Video über ein App beantworten. Der logisch nächste Schritt, wenn wir über Videos und interaktive Bewerbungsmöglichkeiten sprechen.

Neben Kurzbewerbungen eignet sich die App ideal dafür, Einblicke in die Ausbildung und in den Lehrbetrieb zu geben. Seit Januar 2017 ist bei Coop jeweils 2 Wochen lang ein Lernender der Snapchat-Botschafter seines Berufs. Rewe ist hier schon seit 2016 aktiv. BILLA in Österreich, ebenfalls zugehörig zur REWE Group, setzt Snapchat seit Mai 2016 ein und übergab im Februar 2017 für acht Wochen acht Lehrlingen die Hoheit über den unternehmenseigenen Account, um Einblicke in die Ausbildung zu ermöglichen.

Die Supermarkt-Kette Rewe war hier Vorreiter mit ihrem Kanal, welches eigentlich nur als Experiment gedacht war. Mittlerweile erlebt man neben Einblicke in die Ausbildung auch Influencer-Marketing durch Youtuber auf den Kanälen Snapchat, Instagram und Youtube. Dieses Thema greife ich später noch einmal gesondert auf.

Hauptsächlich geht es um die Kommunikation auf Augenhöhe, dieses geschieht u.a. dadurch dass sich neue Beteiligte per Kurzvideo im Kanal vorstellen und erklären, was sie in der Lehre für Aufgaben ünernehmen. Für viele Unternehmen, die auch auf Messen tätig sind dürfte dieses logisch klingen: Sie schicken Ihre Azubis ja auf den Stand, um die jungen Messebesucher anzusprechen und geben so Einblicke in die Ausbildung.

Eines der Charakter-Merkmale der sogenannten „Snaps“ ist, dass diese nach kurzer Zeit wieder gelöscht werden. Dank der Funktion „Stories“ können diese noch länger angeschaut werden.

In Deutschland ist seit Mitte 2017 auch die Edeka Südwest aktiv. Mehrfach in der Woche werden Azubis aus unterschiedlichen Fachbereichen vorgestellt. Bei den einzelnen Beitrag erfährt man mit einem Klick auch, was der Azubi im Privaten macht. Begleitet wird das ganze Konzept auch über Hashtags (#hierbleibich #undmachwasausmir), die auch auf Kanälen wie Facebook und Twitter verwendet werden.

Für ein gutes Snapchat-Konzept sollten Sie folgende Überlegungen berücksichtigen:

  • Welche Lehrlinge, Mitarbeiter wollen Sie einbinden?
  • Welche Stories wollen Sie posten?
  • Geben Sie den Teilnehmern genügend Zeit für die Bespielung des Kanals?
  • Nutzen Sie bereits andere Kanäle? Hier sollten Sie auf Verbindungen achten.
  • Wo können Sie den Kanal überall kommunzieren (Stellenanzeigen, Flyer, Messestand, Schulen, Online-Auftritt, Arbeitgeberprofile in Portalen)
  • Snapchat lebt von Aktualität und Spontanität. Klar lassen sich einige Stories planen, jedoch sollten gerade Informationen über die tägliche Arbeit bei Ausbildung fließen.
  • Datenschutz: Die Beteiligten müssen wissen, was gepostet werden darf und was nicht. Zum Verstecken von sensiblen Infos gibt es zum Glück die vielen Filter!

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