Lehrlingsmarketing in Südtirol: Von der Broschüre zum Insta-Takeover – 2015 vs. 2019

Was war 2015 in Südtirol los in Sachen Lehrlingsmarketing? Ganz ehrlich: nicht viel. Zumindest nicht viel, was gesehen wurde. Klar, viele Betriebe bildeten aus, viele Jugendliche gingen in eine Lehre – aber so richtig präsent war das Thema in der Öffentlichkeit nicht. Lehrstellenangebote versteckten sich irgendwo auf der Firmenwebsite, und an die Zielgruppe ging man mit Flyern oder einem Stand auf der Schulmesse ran.

Und dann kam 2019. Plötzlich sah man Lehrberufe nicht nur im Berufsratgeber, sondern auch auf Social Media. Jugendliche posteten ihre ersten Lehrtage, Unternehmen ließen Azubis ihren Insta-Account übernehmen und einige Plattformen – wie AUBI-plus.it – mischten ordentlich mit.

Zeit, sich das Ganze mal im Vergleich anzuschauen.


🔙 2015 – Lehrlingsmarketing war eher… leise

Rückblick ins Jahr 2015:
In Südtirol lief das Lehrlingsmarketing so ein bisschen unter dem Radar. Betriebe waren zwar ausbildungsbereit – aber wer nicht gerade bei der Berufsberatung saß oder durch Zufall ein Schnupperpraktikum gemacht hat, kam selten direkt mit Ausbildungsbetrieben in Berührung.

Was typisch war:

  • Lehrstellen wurden auf schwarzen Brettern, in Zeitungsanzeigen oder als schlichte Liste online veröffentlicht.
  • Infos zur Lehre gab’s in Form von Broschüren oder in der Schule – die Klassiker halt.
  • Die Kommunikation lief oft über die Eltern oder Lehrpersonen, nicht direkt zur Zielgruppe.
  • Praktika waren zwar schon Thema, aber selten medial oder kommunikativ begleitet.

Kurz gesagt: Wer gesucht hat, hat gefunden – aber gefunden wurde man selten.


🚀 2019 – Lehrlingsmarketing wird sichtbar(er)

Vier Jahre später sieht die Sache anders aus: 2019 war ein Jahr des Aufbruchs. Lehrlingsmarketing in Südtirol wurde deutlich sichtbarer, moderner und mutiger.

Was sich getan hat:

1. Sommerpraktika als Eintrittstor

Die Zahl der Sommerpraktika schoss 2019 auf einen neuen Rekord: 6.586 Jugendliche in über 4.000 Betrieben – mehr als je zuvor.
Das ist nicht nur ein wichtiges Sprungbrett in die Ausbildung, sondern auch ein riesiger Kommunikationsanlass.

Viele Betriebe begannen, ihre Praktikant:innen aktiv einzubinden:

  • Fotos vom ersten Praktikumstag auf Social Media
  • Erfahrungsberichte auf der Website
  • Praktikums-Zertifikate als kleiner Image-Booster

Und: Praktika wurden nicht mehr nur organisiert – sie wurden auch inszeniert. (Im besten Sinne!)

2. Die Zielgruppe rückt in den Mittelpunkt

2015 redeten Betriebe über Jugendliche – 2019 redeten sie mit ihnen. Oder besser: sie ließen sie selbst reden.

Azubi-Interviews, kurze Videos mit echten Lehrlingen, Q&A-Runden auf Messen oder sogar Instagram-Takeovers durch Auszubildende – das kam 2019 langsam, aber sichtbar.

Das Besondere: Es wurde nicht nur erklärt, was der Beruf ist. Sondern gezeigt, wie er sich anfühlt.

3. Erste Kampagnen mit Wiedererkennungswert

Während 2015 vieles noch zufällig oder rein informativ war, starteten 2019 erste Kampagnen in Südtirol, bei denen man sagen konnte:
“Ah, das ist doch die Firma XY – die kenn ich von Insta!“

Einzelne Betriebe, Branchenverbände oder Initiativen begannen, ihre Lehrstellen offensiv zu bewerben – mit:

  • einheitlichem Design
  • klarer Ansprache (oft jugendlicher, lockerer)
  • multimedialen Inhalten (Bilder, kurze Clips, manchmal sogar Memes)

4. Plattformen wie AUBI-plus.it mischen mit

AUBI-plus.it war 2019 bereits aktiv und entwickelte sich mehr und mehr zu einem zentralen Punkt für digitale Berufsorientierung.

  • Lehrstellen konnten sichtbar präsentiert werden
  • Jugendliche konnten Berufsprofile vergleichen
  • Tools wie der „Stärkencheck“ machten Berufsorientierung greifbar und interaktiv

Was früher nur auf Berufsmessen oder über die Schulbank lief, wurde so 24/7 online verfügbar – und das mit Südtirol-spezifischem Fokus.


🎯 Was 2019 noch nicht perfekt war – aber in die richtige Richtung ging

Klar, auch 2019 war (noch) nicht alles Gold:

  • Viele Betriebe trauten sich noch nicht so richtig raus aus der Komfortzone.
  • Soziale Medien wurden nicht immer regelmäßig oder zielgruppengerecht genutzt.
  • Es fehlten an manchen Stellen regionale Kampagnen mit richtig Reichweite – also etwas, was Jugendliche in Bozen genauso sehen wie in Bruneck oder Meran.

Aber: Die Richtung stimmte. Und 2019 war ganz sicher das Jahr, in dem sich die Bühne für Lehrlingsmarketing in Südtirol öffnete – und einige Betriebe den Schritt ins Rampenlicht wagten.


📈 Fazit: 2019 war das Jahr, in dem Lehrlingsmarketing aus dem Schatten trat

Zwischen 2015 und 2019 ist in Südtirol einiges passiert:

✅ Betriebe wurden mutiger
✅ Jugendliche wurden mehr eingebunden
✅ Plattformen wie AUBI-plus.it sorgten für mehr Reichweite
✅ Praktika wurden nicht nur gemacht – sondern auch gezeigt
✅ Lehrstellen wurden nicht nur angeboten – sondern aktiv vermarktet

Lehrlingsmarketing war 2015 eine Info-Veranstaltung. 2019 wurde es zur echten Kommunikationsdisziplin.

Und das Beste: Die Zielgruppe hat’s gemerkt. Denn wenn Jugendliche sagen:

“Das Video vom Azubi hat mir mehr gebracht als 20 Flyer“
– dann hat man im Marketing echt was richtig gemacht.


Du willst das für dein Unternehmen auch?
Lass deine Lehrlinge erzählen, zeigen, mitreden. Nutze Plattformen wie AUBI-plus.it. Und: Mach nicht nur mit – mach sichtbar!

Foto von Krivec Ales / Pexels.com

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